Leseeindruck: „Toller Dampf voraus“ von Terry Pratchett

Ähm, ja, toll, Ihr Buchlinge, man sieht ja kaum was vom Cover! Geht mal einen Caipi trinken! Ach so, Ihr trinkt ja nur Wasser…

Ja, schon besser. Keine Angst, der schräge Vogel hat die Buchlinge nicht gefressen. Natürlich heißt einer meiner Buchlinge Terry Pratchett, das ist ja wohl klar! Wer nicht weiß, was Buchlinge sind, darf das gern hier nachlesen. Noch besser wäre es, sich schnell das Buch „Die Stadt der Träumenden Bücher“ zu besorgen. Jetzt aber zur Sache.

Worum geht es?

Der vorletzte Scheibenweltroman… Ein junger Ingenieur erfindet eine Dampflokomotive. Das ist eigentlich total praktisch, weil es schnellere Verbindungen zwischen den Regionen ermöglicht. Einige traditionelle Zwerge finden das alles aber weniger schön, da es ihrem Gott nicht gefällt, das glauben sie zumindest, also gehen sie den Weg vieler Fanatiker und wenden Gewalt an…

Wie hat es mir gefallen?

Ich gebe es zu: Ich vermisse ein bisschen den schrägen durchgeknallten Humor, der die früheren Scheibenweltromane auszeichnete. Auch fehlen diesem Roman etwas die überraschenden Wendungen. Ansonsten aber ein typischer Pratchett, der zeigt, wie wichtig Toleranz, Frieden und das Aufeinanderzugehen sind. Gut auch die Schilderungen, wie ein fanatischer Zwerg es schafft, Hass zu säen und das Gift auch in Hirne von Zwergen träufelt, die andererseits wohl skeptisch, aber friedlich geblieben wären. Man braucht nur die Nachrichten einzuschalten, um zu sehen, wie aktuell das alles auch in unserer Welt ist.

IconCaipi KopieIconCaipi KopieIconCaipi KopieIconCaipi KopieIconCaipihalb

Lieblingscharakter

Als künftige Weltherrscherin schaue ich mir natürlich genau an, wie Lord Vetinari es so gut wie immer schafft, die richtigen Entscheidungen zu treffen…

Das Cover

Dampflok, passt und sieht recht schick aus.

Zahlen, Daten, Gedöns

  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (19. September 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442484537
  • ISBN-13: 978-3442484539
  • Originaltitel: Raising Steam

Erfüllte Aufgabe

Nr. 54: ein Buch mit mindestens 400 Seiten

 

Leseeindruck: “Steife Prise” von Terry Pratchett

 

P1020692

Worum geht es?

Dies ist der vorvorletzte Scheibenweltroman. Ich teile sie mir gut ein. Und wenn ich durch bin, fange ich vielleicht an, noch mal alle zu lesen. Es kommt selten vor, dass ich Bücher mehrmals lese, dafür habe ich zu viele SuBs, aber bei den Scheibenweltromanen kann ich mir das gut vorstellen.

In dieser Geschichte soll Samuel Mumm Urlaub auf dem Land machen, kommt aber natürlich trotzdem nicht drumherum, Verbrechen aufzuklären. Ich dachte zuerst, dass vielleicht so eine Art Miss-Marple-Stimmung auf scheibenweltisch geboten wird, aber weit gefehlt. Dieses ist einer der politischsten Scheibenweltromane und einer der düstersten der Reihe. Pratchett thematisiert Sklaverei und Rassismus. Gern hätte ich das Buch allen Pegida-Sympathisanten zu lesen gegeben, aber ob die das verstehen würden?

Wie hat es mir gefallen?

Ich gebe zu, dass ich die leichteren, witzigeren, skurrileren Scheibenweltromane etwas lieber mag, aber nichtsdestotrotz hat Pratchett das Thema gewohnt gekonnt aufgegriffen. Leider ist auch die Übersetzung nicht mehr ganz so gelungen, seitdem der Übersetzer ausgetauscht wurde, woran man mal wieder sieht, wie wichtig Übersetzer sind.

IconCaipi KopieIconCaipi KopieIconCaipi KopieIconCaipi KopieIconCaipihalb

Lieblingscharaktere

Lady Sybil ist einfach die beste, sie züchtet Drachen und sagt allen, wo es langgeht. Smile

Zitat

*Schweinskarree wurde um das Jahr des Wiesels von Hochwürden Josef “Kausalität” Robinson erfunden, dem Rektor von Alleheiligen und drei Sünder in der Kirchengemeinde Nieder-Überhang. Soweit sich aus den Aufzeichnungen seiner Zeitgenossen rekonstruieren lässt, muss es sich bei dem Spiel um eine wüste Mischung aus Mikado, Halma und Brandy gehandelt haben. Es existieren keine bekannten Regeln mehr – falls es überhaupt je welche gegeben hat.

Hachz, nur Terry Pratchett konnte solche Fußnoten schreiben. Ich bin ja am Überlegen, ob ich ein Spiel erfinde, welches eine wüste Mischung aus Schach, Skat mit Riesenkarten und XXL-Caipi wäre. Hört sich doch vielversprechend an, oder?

Das Cover

Nichtssagend. Wie großartig waren doch die Cover der ersten Scheibenweltbücher. Und so stelle ich mir Samuel Mumm auch überhaupt nicht vor.

Zahlen, Daten, Fakten

Habe das Buch schon weggepackt, aber wozu gibt es Copy+Paste, eine der genialsten Funktionen überhaupt? (Von und zu Guttenklau gefällt das.) Amazon sagt das hier:

    • Taschenbuch: 512 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag (19. Mai 2014)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3442480876
    • ISBN-13: 978-3442480876
    • Originaltitel: Snuff
    • Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 3,7 x 19,7 cm

Erfüllte Aufgabe

Nr. 35: Ein Buch, das 2014 erschienen ist

 

Zitat


… „Und es waren nicht nur Steine“, sagte Frau Prust. „Es gibt ja auch noch diese ganzen Geschichten von Hexen auf dem Scheiterhaufen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass tatsächlich so viele Hexen verbrannt wurden, es sei denn, man hätte sie irgendwie ausgetrickst. Ich glaube, es waren zum größten Teil arme alte Frauen. … Und sollten die alten Frauen knapp werden, gibt es ja auch immer noch die alten Männer. Und die Fremden. Und die Außenseiter. Bis es einem vielleicht eines Tages selbst an den Kragen geht. Erst dann hat der Wahnsinn ein Ende. Wenn keiner mehr da ist, den er befallen kann. …“

Aus „Das Mitternachtskleid“ von Terry Pratchett

So langsam geht mein Vorrat an Scheibenweltromanen zu Ende, und es wird nie mehr Nachschub kommen. Ich hatte einige Male während der Lektüre Tränen in den Augen. Terry Pratchett fehlt, und das bestimmt nicht nur mir.

52 Bücher, Woche 32

 

So, mit diesem Artikel melde ich mich zurück. Ich möchte mich bei allen bedanken, die mit mir gefühlt haben, sei es still oder indem sie mir Nachrichten geschickt haben. Anscheinend verschwinden übrigens manchmal Mails, ich weiß von einem Fall, wo eine Mail nicht ankam. Sollte ich jemandem keine Antwort geschickt haben, heißt das, dass die Mail nicht bei mir angekommen ist, denn ich habe alle Mails beantwortet, also mich in so einem Fall bitte nicht für unhöflich halten…

Kommen wir aber nun zum Bücherprojekt. In diesem Monat gab es leider viele Verluste, so ist auch viel zu jung einer meiner Lieblingsschriftsteller gestorben: Terry Pratchett. Für mich als Scheibenwelt-Fan kann es daher nur ein Thema geben:

Terry Pratchett

Für Leute, die noch nie was von ihm gelesen haben, ist das Thema nicht so toll, aber Ihr könntet natürlich schnell einen Scheibenweltroman lesen. 🙂 (Oder eines seiner anderen Bücher.)

Für mich ist er aber vor allem untrennbar mit der Scheibenwelt verbunden. Ich habe vor etlichen Jahren brav den ersten Band der Reihe gelesen, „Die Farben der Magie“. Ich weiß gar nicht mehr, wer mich drauf gebracht hat, das ist eigentlich schade, denn ich schulde diesem Menschen viel Dankbarkeit. In „Die Farben der Magie“ geht es um Rincewind, den verplantesten Zauberer der Scheibenwelt, der auf Zweiblum, den ersten Touristen dieser Welt trifft… In den ersten Romanen verballhornt Pratchett das Fantasygenre nach Strich und Faden und sehr kreativ, auch hin und wieder etwas albern, aber er entwickelte die Welt weiter und nach und nach nahm er aktuelle Themen auf, dadurch bekamen die Scheibenweltromane mehr Tiefe, selbst philosophische Anwandlungen kamen hin und wieder vor. Bei manchen ernsten Themen passte für mich der typische Scheibenwelthumor nicht so ganz, aber selbst etwas schwächere Scheibenweltromane sind lesenswert.

Meine Lieblinge sind unter anderem die Bücher mit der Stadtwache und den Hexen, hier vor allem die trinkfeste Nanny Ogg, die niemals einen XXL-Caipi verschmähen würde (auch, wenn sie in den Romanen was anderes trinkt, das liegt aber nur daran, dass sie mich nicht kennt, sie weiß ja nicht, was sie verpasst — also jetzt nicht meine Bekanntschaft, aber XXL-Caipi!) und natürlich Oma Wetterwachs, die einfach die Größte ist. Aber auch viele andere Romane sind großartig, u. a. die mit dem Tod, der grundsätzlich in Großbuchstaben spricht. Für mich als künftige Weltherrscherin ist natürlich Lord Vetinari ein interessanter Typ. Der Mann kann anscheinend an 1000 Strippen ziehen, ohne sich zu verheddern.

Noch habe ich einige Romane nicht gelesen, ich habe sie mir extra aufgespart, weil schon abzusehen war, dass Terry Pratchett nicht mehr viele schreiben würde, denn er war an Alzheimer erkrankt. Ich sehe es vor mir, wie der Tod ihn abholte und zu ihm etwas in der Art sagte wie: DEINE ZEIT IST GEKOMMEN, DIE GÖTTER MÖCHTEN GUTE GESCHICHTEN LESEN. (Auf der Scheibenwelt gibt es zahlreiche Götter.)

Zum Glück bleiben uns seine wunderbaren Bücher.

52 Bücher, Woche 40

 

Huhu, hier ist wieder Eure Projektmuddi. Letztens wünschten sich einige ein einfaches Motto. Wie findet Ihr das hier?

„Geld stinkt nicht“

Das ist doch nicht soooo schwierig, oder? Immerhin geht es ja oft um dieses Zeuchs, von dem die meisten von uns nie genug haben. 😉

Die Idee stammt von Joan.

Mir fällt spontan mal „Schöne Scheine“ von Terry Pratchett ein, ein Scheibenweltroman, der u. a. von der Einführung des Papiergeldes handelt, alles in der üblichen, durchgeknallten Scheibenweltmanier.

Nennen könnte man auch alle Comics rund um Dagobert Duck, für den Geld und Gold bekanntlich ganz wundervoll riechen, aber auf keinen Fall stinken. 🙂 Neben vielen brillanten Carl-Barks-Storys (der „Duck Man“ hat Dagobert übrigens erfunden!), ist die Reihe „Sein Leben, seine Milliarden“ von Don Rosa sehr lesenswert. (Ja, ich bin ein kleiner Comicfan. Immer noch. :-))

52 Bücher, Woche 26

Halli-hallo, Bücherfreunde!

Heute ist schon Halbzeit beim Projekt, wer hätte das gedacht? Passend dazu sind wohl einige im Sommerloch verschwunden, finden sich aber hoffentlich bald wieder an.

Heute kommt ein total schwieriges Motto! Jedenfalls für mich.

Ein Kochbuch, dem man wirklich bedingungslos vertraut.

Wer brütet so ein kompliziertes Motto aus? Es stammt von Sabienes. Erwähnte ich schon, dass es ein total schweres Thema ist?

Ich muss auf ein Buch zurückgreifen, welches ich schon im letzten Projekt vorgestellt hatte. (Diese Schmach! Diese Schande!). Es ist

Nanny Oggs Kochbuch!

Das einzige Kochbuch, dem ich vertraue. (Das einzige Kochbuch, welches ich jemals gelesen habe.) Das beste Rezept in diesem Buch ist von Lord Vetinari und nennt sich „Brot und Wasser“. Das kann ich, sofern ich das Brot nicht selbst backen muss.

Im Übrigen gilt: Traut keinem Kochbuch, welches in meine Hände fällt! Ich ruiniere selbst Fertigbackmischungen, und mein gekochtes, in der Regel undefinierbares, Irgendwas eignet sich hervorragend dazu, ganze Landstriche zu verwüsten. *muahahaha*

Dann mal fröhliches Kochbuchvorstellen allerseits. Wer Lust hat, kein ein Zwischenfazit zum Projekt ziehen, das hatten wir letzte Saison auch und war nett, weil alle glücklich und zufrieden waren, wohl, weil ich niemanden bekocht hatte…

Aber ich kann XXL-Caipi!

52 Bücher, Woche 24

Moinsen, allerseits!

Nach dem doch sehr ernsten Thema letzte Woche (bei dem viele von Euch trotzdem etwas beigetragen haben, was mich sehr gefreut hat) habe ich dieses Mal kein trauriges Thema. Ganz einfach ist das Motto vermutlich nicht, aber lassen wir uns mal überraschen. Wir verdanken diese Idee Monika.

Musik (keine Sachbücher bitte, sondern irgendwelche Bücher über Musiker oder Romane, die mit Musik zusammenhängen oder Texte aus dem Internet)

Hm, auf meinem SuB liegt „Wassermusik“ von T. C. Boyle, das hätte ja vielleicht gut gepasst, vielleicht auch nicht. Blöd, dass ich es nicht gelesen habe. Und „Radetzkymarsch“ von Joseph Roth zählt vermutlich auch nicht 100 %ig, trotz des schmissigen Titels (das habe ich gelesen und kann ich geschichtlich Interessierten empfehlen).

Okay, wenn nichts mehr hilft, hilft Terry Pratchett. 😉 In seinem Roman „Rollende Steine“ ist definitiv viel Musik drin. Und der Tod hat eine Sinnkrise, deshalb übergibt er sein „Geschäft“ an seine Enkelin, die den Sänger und Gitarristen der neuen, aufsehenerregenden Gruppe „Band mit Steinen drin“ auf ihrer „To Do“-Liste hat, aber es sollte anders kommen…

Ein Roman, der, wie immer bei Pratchett, mit etlichen Anspielungen gespickt ist, wie man schon am Bandnamen erkennt, und auch sonst die Welt der Rockmusik liebevoll durch den Kakao zieht. Für mich einer der besten Scheibenweltromane, wobei sie fast alle gut sind, es gibt so zwei, drei, da passt imo das Thema nicht so zu seinem Humor, aber wie immer ist das eh Geschmackssache.

Ich wünsche Euch viel Spaß mit diesem musikalischen Motto!

52 Bücher, Woche 33

Moinsen allerseits,

habt Ihr Euch von dem heißen Sommerthema erholt? Ich hoffe doch. So oder so habe ich natürlich auch heute wieder ein neues Thema für Euch. Es stammt von Ralph, damals, als er noch als DarkJohann unterwegs war, aber DJ wird ja wiederkommen, und wisst Ihr, wem Ihr das zu verdanken habt? Mir! Ich habe nämlich Schlumpfpower eingesetzt. Unser heutiges Thema lautet aber nicht Schlumpfschlumpf, sondern:

Bücher, die Euch von der Hauptfigur haben träumen lassen! Motto: Ich will so sein, wie er/sie.

Also nicht träumen im Sinne von „Ich hätte gern eine Besprechung mit Rahm“ oder so. Meine Wahl fiel auf

Esmeralda Wetterwachs

Esmeralda Wetterwachs ist die größte Hexe der Scheibenwelt. (Genau. Wir sind mal wieder bei den Scheibenweltromanen von Terry Pratchett gelandet, und das nicht zum ersten Mal.)

Was ist ein Waldärmer? Das schlägt die Rechtschreibprüfung als Alternative für Esmeralda vor. Egal.

Esmeralda Wetterwachs lebt, wie es sich für eine Hexe gehört, in einer abgelegenen Hütte, aber das ist nicht der Grund, warum ich gern wie sie wäre. Zum Einen würde ich es schön finden, mal in etwas wirklich richtig großartig zu sein. Oma Wetterwachs, wie sie auch genannt wird, könnte zweifellos die Welt mit ihren magischen Fähigkeiten beherrschen, hält sich aber bescheiden zurück. Wenn es darum geht, die Welt zu retten, ist sie jedoch immer zur Stelle. Außerdem kann sie sich erstaunlich gut durchsetzen und genießt Respekt. Das ist ja auch nicht schlecht… Sie ist nicht nur mit großen magischen Fähigkeiten, sondern auch mit hoher Intelligenz gesegnet.

Und sie beherrscht das Borgen. Das heißt, ihr Geist kann mit Tieren unterwegs sein, so dass sie z. B. mit einem Vogel fliegen kann und die Welt mit seinen Augen sieht. Das wäre doch toll! Möchte ich auch können. 🙂

Oma Wetterwachs wirkt häufig unnahbar und schroff, hat aber in Wirklichkeit einen guten Charakter und hilft vielen Menschen. Sie kommt übrigens nicht in allen Scheibenwelt-Romanen vor. Ein paar Empfehlungen: „Das Erbe des Zauberers“, „Total verhext“, „MacBest“, „Lords und Ladies“. (Natürlich sind auch die meisten anderen Scheibenwelt-Romane absolut empfehlenswert.)

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende! Meines fängt schon jetzt an, ich habe nämlich heute frei. *jubel*

52 Bücher, Woche 6

Heute mal kurz und schmerzlos ein Motto, welches vielen Teilnehmern gefallen dürfte, denke ich mal:

Magisches

Der Vorschlag stammt von aga80, dem Herrn Krötengeneral.

Silke hatte übrigens ein ähnliches Motto vorgeschlagen:

Magie

Für Fantasyfans dürfte die Vorgabe ein Selbstgänger sein, aber eigentlich kann man auch viele andere Genres gut unterbringen, und sei es nach dem Motto „Das Buch hat mich verzaubert“. 🙂

Ich halte mich dieses Mal ganz stur an das Thema, man findet es sogar im Titel:

„Die Farben der Magie“ von Terry Pratchett

Ein Scheibenweltroman, und zwar der erste, den ich gelesen habe, allein deshalb hat das Werk einen Platz in meinem Herzen. 😉 Hört sich melodramatisch an, aber ich liebe die bizarre Scheibenwelt. In diesem Roman lernen wir Rincewind, den unfähigsten Zauberer der Scheibenwelt, kennen, der mit dem ersten Touristen der Scheibenwelt, Zweiblum, allerlei haarsträubende und brenzlige Situationen erlebt. Zweiblum ist in Begleitung einer intelligenten, aber nicht ganz ungefährlichen Truhe, die Truhe heißt und sich auf vielen Beinchen fortbewegt. Also eine Art Hursch in Holzform, nur anders.

Bisher gibt es 39 Romane der Scheibenwelt, von denen 38 auf Deutsch erschienen sind (danke für die Info, Wikipedia). Die meisten kann ich bedenkenlos empfehlen, wobei zwei nicht so ganz meinen Geschmack trafen („Einfach göttlich“, „Weiberregiment“), weil der schräge Humor von Pratchett teilweise nicht zu den ernsten Themen passte bzw. diese Bücher auch düsterer als die meisten anderen waren, zumindest habe ich es so empfunden, aber letztendlich ist es eh Geschmackssache.

Meine Lieblinge sind die Romane, die sich um die Hexen drehen. Auch die Geschichten rund um die Stadtwache sind großartig, Zauberer gehen immer, und wenn der Patrizier Lord Vetinari (quasi der Rahm Emanuel Ankh-Morporks ;-)) seinen Auftritt hat, ist die ein oder andere Intrige meist nicht weit. Nicht zu vergessen der durchgeknallte Erfinder Leonard von Quirm und hunderte anderer mehr oder weniger liebenswerte Gestalten.

Man muss die Bücher nicht unbedingt in der chronologischen Reihenfolge lesen, ich würde es aber empfehlen, hin und wieder gibt es Andeutungen in Bezug auf frühere Ereignisse, und da viele Personen, wie z. B. „Esme“ Wetterwachs, Nanny Ogg und Magrat (die großartigen Hexen) immer wieder auftauchen, ist es sicher sinnvoll, das erste Buch, in denen sie vorkommen, schon gelesen zu haben, weil man sie dann besser kennt. Bei Wikipedia gibt es eine gute Auflistung. (In Tabellenform! Erwähnte ich schon, dass ich Tabellen sehr gut finde? :-))

Und zum Schluss noch was Organisatorisches: Mir ist aufgefallen, dass auf der Teilnehmerliste einige drauf sind, die bisher noch gar keinen Beitrag geschrieben haben. Das ist ja nicht weiter wild, aber in einigen Wochen werde ich die Liste mal durchgucken und einige runternehmen, denn dann gehe ich davon aus, dass diese, aus welchen Gründen auch immer, doch nicht am Projekt teilnehmen. Falls doch, werden sie schnell wieder raufgesetzt, alles kein Problem. Übrigens sind auch Neueinsteiger herzlich Willkommen, Einstieg ist jederzeit möglich, die alten Themen müssen nicht „nachbearbeitet“ werden (dürfen aber).

Und wie immer gilt: Kein Stress! Wann der Beitrag zum jeweiligen Thema erscheint, ist egal.

Scheibenwelt-Test / Neue Casting-Show

Gerade in den wirren Weiten des Netzes entdeckt: Einen kleinen Scheibenwelt-Charaktertest.

Ich bin — natürlich — folgendes:

patrizier

War ja klar. :mrgreen: Was sonst? Lord Vetinari, hochintelligent und in allen politischen Fragen und Winkelzügen höchst bewandert.

Spannend ist auch, was passieren kann, wenn man über Paris Hilton schreibt. Dann landet man plötzlich mit seinem Blog auf der Startseite einer Webseite, die sich schwerpunktmäßig mit dem Thema „Urlaub“ beschäftigt. Urlaub mit Paris H. — ein Alptraum wird wahr.

paris_verwechslung

Paris H. also. Sie hat es nun endlich wieder geschafft, sich ins Gespräch zu bringen. Sie sucht nämlich eine neue „beste Freundin“ per Casting-Show. 85.000 meiner zukünftigen Untertanen haben sich beworben. Mit einer angemessenen Strafe wird zu rechnen sein, denn so viel Geschmacksverirrung muss einfach Konsequenzen haben. Liebe Bewerberinnen, freut Euch schon mal darauf, in Open-Air-Volksmusiksendungen, Location Sahara, als Klatsch- und Schunkelpublikum abkommandiert zu werden, das wird Euch gefallen. Marianne und Michael sind ganz herzige Menschen, auch rund um die Uhr. Ihr wolltet ja ins Fernsehen! Zurück zur Casting-Show. Geprüft werden:

  • Loyalität zu der Dumpffrutte
  • Ausdauer (wohl beim Feiern)
  • Verträglichkeit mit der Hohlfrucht und
  • Wissen (!!)

Nun frage ich mich, was genau man denn wissen muss, um mit dieser geringhirnigen Person Freundschaft schließen zu können? Ich denke, es geht hier hauptsächlich um Basiswissen:

  • Wie öffne ich eine Tür? (Damit sie nicht immer dagegen rennt.)
  • Woran erkenne ich eine Wand? (Damit sie nicht immer dagegen rennt.)
  • Woran erkenne ich Hundekot? (Damit sie in nichts reintritt, was intelligenter als sie ist.)
  • Wie öffne ich eine Flasche mit hochprozentigem Inhalt? (Damit ich die Freundschaft mit Hohlhirnhilton länger als 2 Tage überstehe.)
  • Wo bekomme ich hochwirksame Happy-Pillen? (Damit ich die Freundschaft mit Hohlhirnhilton länger als 2 Wochen überlebe.)
  • Wo finde ich einen talentierten Gehirnchirurgen? (Der mir das Hirn rausoperiert, damit ich die Freundschaft mit Hohlhirnhilton länger als 4 Wochen ertrage.)

Und so weiter, und so fort. Jedesmal, wenn ich denke, ein bescheuerteres Fernsehformat kann nicht mehr entwickelt werden, kommt von irgendwoher ein TV-Sender und belehrt mich eines Besseren.